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Liebe Eltern,

Wir freuen uns, Ihren Kindern ein zusätzliches Therapieangebot machen zu können.
Wir werden voraussichtlich ab April 2007 ein Biofeedback Training anbieten können.
Biofeedback

Biofeedback macht bestimmte Körperfunktionen wahrnembar, die normalerweise im Unterbewussten ablaufen.
Dazu gehören beispielsweise Herzfrequenz, Durchblutung oder die Muskelspannung.

Neurofeedback

Neurofeedback ist eine Variante dieser Methode (EEG-Biofeedback). Die elektrische Aktivität des Gehirns wird über Elektroden abgeleitet, verstärkt und in Form von Kurven aufgezeichnet (EEG). Die Daten werden in eine Computer eingespeist und optisch auf einem Bildschirm bzw. akustisch über einen Kopfhörer rückgemeldet (Feedback).
Unterschiedlichen Bewusstseinszuständen/Aktivitäten entsprechen verschiedene Hirnstromfrequenzen, d.h., bestimmte Frequenzen überwiegen bei entsprechender Aktivität.
Wer sich bewusst konzentriert, aktiviert die sog. Beta-Wellen. Beim Wachträumen sind vor allem Alpha-Wellen zu beobachten, bei Innerer Unruhe Theta-Wellen und im Tiefschlaf Delta-Wellen.

ADHS-Kinder zeigen Auffälligkeiten im EEG

Sie produzieren verstärkt Theta-, aber wenig Beta-Wellen. Auch bei den so genannten Langsamen Kortikalen Potenzialen (Slow Cortical Potentials, SCPs) stellten die Forscher Veränderungen fest. Sie sind ein Maß, wie erregbar die Nervenzellen bestimmter Gehirnregionen sind. Negative SCPs stehen für hohe Aktivierung, positive SCPs für geringe Aktivierung oder sogar Hemmung. ADHS-Kinder können lernen, die langsamen Potenziale bewusst in die negative Richtung zu ver-schieben, also das Gehirn zu aktivieren.
Ein gezieltes Training soll gewünschte Hirnstromfrequenzen verstärken (Beta-Wellen) und unerwünschte abschwächen (Theta-Wellen). Nur die gewollten Frequenzen werden spielerisch belohnt und das Gehirn lernt nach und nach, die "heilsamen" Frequenzen zu produzieren. Der Computer meldet zurück, ob sich die Gehirnströme in die gewünschte Richtung bewegen (= Feedback), ob also die Kinder "richtig denken".
Wenn das Kind sein Gehirn aktivieren soll, leuchtet z.B. oben auf dem Bildschirm ein Balken auf und es gilt, einen Ball nach oben zu "kicken". Ein lachendes Gesicht erscheint als Belohnung, wenn es alles richtig gemacht hat.

Umgekehrt funktioniert es, wenn das Gehirn langsam werden soll. Es wird während des Trainings der Verlauf der Hirnaktivität ständig in "Echtzeit" in Form von Computeranimationen zurückgemeldet. So wissen die Kinder, wann sie die "richtigen Wellen" aktiviert haben.
Sie verwenden unterschiedliche Strategien, um die Gehirnströme zu aktivieren oder zu deaktivieren. Es gibt nicht die eine Methode, sondern jedes Kind muss über Versuch und Irrtum die passende Strategie finden. Dass das Neurofeedback-Training bei ADHS-Kindern funktioniert, wurde in verschiedenen Studien gezeigt. In einer Gruppe untersuchten die Forscher den Einfluss des Gehirntrainings auf die Theta-/Beta-Wellen, in der anderen auf die SCPs.
Etwa 30 Stunden trainierten die Kinder, bis sie ihre Ziele erreicht hatten. Danach, so das Ergebnis der Studie, hatten die Kinder beider Gruppen gelernt, bestimmte Aspekte der rückgemeldeten Gehirnaktivität zu kontrollieren, ADHS Symptome wie Hyperaktivität oder Impulsivität waren reduziert, die Kinder schnitten bei Aufmerksamkeits- und Intelligenztests besser ab und die Effekte waren noch sechs Monate nach dem Ende des Trainings stabil. Auch andere Studien ergaben positive Effekte des Hirntrainings bei ADHS.